Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)

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Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) schreibt verpflichtende Regelungen zu Open Access vor. Ab dem 01. November 2014 gelten neue Regelungen (siehe hierzu weiter unten im Text).

Die Publikation muss entweder originär, das heißt unmittelbar im "Goldenen Weg" in einer DOAJ-gelisteten Zeitschrift unter der Creative Commons Attribution (CC-BY) Lizenz Open Access erstveröffentlicht werden oder anderenfalls innerhalb 12 Monate in der Postprint- oder Verlagsversion auf einem Open-Access Repositorium zugänglich gemacht werden ("Grüner Weg" von Open Access). Auch hybrides Open Access (d. h. grundsätzlich subskriptionspflichtige Zeitschriften, die darüber hinaus eine kostenpflichtige Open-Access-Option für Artikel anbieten) ist möglich. In den beiden letztgenannten Fällen müssen die Zeitschriften oder Proceedings im Web of Science oder Scopus gelistet sein.

Unabhängig der o. g. Wahl muss die Publikation ab Publikationszeitpunkt in einem Repositorium archiviert werden. Es kann etwa das institutionelle Repositorium OPUS FAU gewählt werden, allein im Falle der Life Sciences oder verwandten Themenbereichen schreibt der FWF das Repositorium Europe PubMed Central vor. Davon betroffene Projekte werden von Europe PubMed Central per E-Mail gesondert informiert.

Publikationskosten im Goldenen Weg können bis zu drei Jahre nach Projektende explizit beantragt werden. Auch für Bücher, Proceedings und Sammelbände können Kosten geltend gemacht werden, sofern der Verlag diese wie beschrieben im Goldenen Weg Open Access stellt. Bei vom FWF geförderten, selbstständigen Publikationen (Büchern u.ä.) ist zudem die zeitgleiche Open-Access-Veröffentlichung der elektronischen Kopie in der FWF-E-Book-Library verpflichtend.

Für alle Projekte, die nach dem 1. November 2014 genehmigt wurden, gelten folgende Neuregelungen:

Der FWF finanziert zusätzlich zum Projektbudget Publikationen im Goldenen Weg bis zu einer Höhe von 2.500 Euro pro Publikation. Sollte eine Publikation mehr kosten, muss die Differenz entweder von den Autoren selbst oder aus vorhandenen FWF-Projektbudgets vor der Zeit der Neuregelungen getragen werden.

Bei hybridem Open Access (d. h. grundsätzlich subskriptionspflichtige Zeitschriften, die darüber hinaus eine kostenpflichtige Open-Access-Option für die einzelnen Artikel anbieten) wird für die Open-Access-Option ein Betrag bis zu 1.500 Euro zusätzlich zum Projektbudget seitens FWF finanziert. Sollte eine Open-Access-Option mehr kosten, muss die Differenz entweder von den Autoren selbst oder aus vorhandenen FWF-Projektbudgets vor der Zeit der Neuregelungen getragen oder der "Grüne Weg" gewählt werden.

Es gibt keine zusätzlichen Kostenübernahmen mehr für Aufwendungen, die nicht in Relation zu Open Access stehen (zum Beispiel vormals druckkostenbezogene Aufschläge für das Überschreiten bestimmter Seitenzahlen, Farbseiten und –Abbildungen, Einreichungsgebühren, Mitgliedsbeiträge etc.). Sollten Verlage entsprechende Kosten geltend machen, sollten Autoren bei anderen Verlagen einreichen oder eigene beziehungsweise vorhandene FWF-Projektbudgets vor der Zeit der Neuregelungen hierfür verwenden

Die Creative Commons Attribution (CC-BY) Lizenz ist für alle Open-Access-Publikationen aus Projekten, die nach dem 1. November 2014 genehmigt wurden verpflichtend.

Die Open Access Aktivitäten und die Erfüllung der Open Access Policy müssen im Endbericht an den FWF samt Angabe eines Persistent Identifier (DOI, PubMed Central ID o. ä.) nachgewiesen werden.

Die Policy des FWF ist unter http://www.fwf.ac.at/de/forschungsfoerderung/open-access-policy/ zu finden (Stand September 2015).

Kontakt
Ansprechpartner Referat Open Access: Markus Putnings
Ansprechpartner Veröffentlichung auf OPUS FAU: Regina Heidrich
Ansprechpartner Rechtsfragen im Bereich Open Access: Petra Heermann