Im Juni 2015 wurde ein "FP7 Post-Grant Gold Open Access Pilot" nach Überlegungen der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit dem OpenAIRE2020-Projekt gestartet. Nach Antragstellung können Gold Open Access Kosten für noch nicht länger als zwei Jahre abgeschlossene FP7 Projekte erstattet werden. Eine Policy regelt die Anspruchsberechtigung der Rückerstattungen. Die Bedingungen der Policy in Kurzform:

  • Zum Zeitpunkt der Einreichung darf das Projekt noch nicht länger als zwei Jahre abgeschlossen worden sein. Es gibt aber einen gewissen Spielraum für Anfang 2013 beendete Projekte.
  • Es werden nur Open-Access-Publikationskosten erstattet, die nach der Projektlaufzeit angefallen sind und die nicht über das Projektbudget abgerechnet wurden.
  • Nur Projekte aus der FP7 CORDA Datenbank sind anspruchsberechtigt. Projekte außerhalb dieser Datenbank werden einzeln von der Europäischen Kommission geprüft.
  • Es werden maximal drei Publikationen (z.B. Artikel, Monographien, Buchkapitel, Conference Proceedings, ...) pro Projekt gefördert.
  • Der Pilot ist zeitlich bis April 2017 begrenzt. Er wird aber beendet, sobald das Geld von vier Millionen Euros erschöpft ist. "First-come, first-served!"

Weitere (technische) Kriterien:

  • Die Publikation muss referiert sein (Peer-Review-Verfahren).
  • Eine möglichst offene Lizenz wie zum Beispiel CC-BY, CC-BY-SA muss verwendet werden - in Ausnahmefällen auch CC-BY-NC.
  • Die Publikation muss einen eindeutigen Identifier ( zum Beispiel DOI) haben.
  • Die Publikation muss im PDF-Format oder ähnlichem Text- and Data Mining-lesbaren Format verfügbar sein.
  • Das PDF muss in OpenAIRE-konformen Repositorien wie zum Beispiel OPUS FAU oder Zenodo hinterlegt sein.
  • Die Metadaten müssen hinterlegt sein.
  • Die zugrunde liegenden Daten der Publikation müssen zugänglich und auffindbar sein.
  • Das FP7-Projekt muss in der Danksagung erwähnt sein.

Finanzielle Kriterien:

  • Maximal 2.000 € für Artikel, Buchkapitel und Conference Proceedings und maximal 6.000 € für Monographien.
  • Es werden nur "reine" Gold Open Access Publikationen unterstützt (kein hybrides Open Access).
  • Es werden keine zusätzlichen Kosten wie Seitengebühren oder Farbabbildungen übernommen.
  • Aus Qualitätsgründen müssen die Open Access Journals in DOAJ, Scopus, Web of Science oder Pubmed gelistet sein – falls (noch) nicht gelistet, muss das Review-Verfahren auf der Seite des Verlages klar ausgewiesen sein.
  • Bei Publikationen mit mehreren Förderern sollen die Kosten möglichst gesplittet werden

Kontakt
Ansprechpartner Referat Open Access: Markus Putnings
Ansprechpartner Veröffentlichung auf OPUS FAU: Regina Heidrich
Ansprechpartner Rechtsfragen im Bereich Open Access: Petra Heermann