Bild aus der InkunabelsammlungDie Universitätsbibliothek verwahrt eine der großen Inkunabelsammlungen Bayerns, mehr als 2000 Exemplare, darunter neben allen gängigen Werken auch zahlreiche ausgesucht schöne und seltene Stücke. Dazu gehören der erste Bibeldruck in deutscher Sprache, der 1466 bei Mentelin in Straßburg herauskam, mehrere, teilweise kolorierte Exemplare der Schedelschen Weltchronik in deutscher und lateinischer Sprache aus der Offizin des bekannten Verlegers Anton Koberger in Nürnberg und vor allem der erste Band der 36zeiligen Bibel, von der weltweit nur noch an die 15 Exemplare bekannt sind, und die damit seltener ist als die berühmte 42zeilige Bibel Johannes Gutenbergs. Auch die neunte deutschsprachige Bibel, die als eine der schönsten Bilderbibeln der Inkunabelzeit gilt, ist in einer altkolorierten Ausgabe vorhanden. Hinzu kommen mehrere medizinische Wiegendrucke, darunter ein 1484 bei Peter Schöffer, dem Gesellen Gutenbergs, in Mainz erschienener Herbarius und das bedeutendste illustrierte naturwissenschaftliche Buch des ausgehenden Mittelalters, der ebenfalls bei Schöffer gedruckte Gart der Gesundheit (1485) sowie eine der seltenen in griechischer Sprache gedruckte Ausgabe der Werke Galens. In die Gruppe der Inkunabeln wurden aufgrund ihrer Seltenheit auch einige sogenannte Postinkunabeln oder Frühdrucke eingereiht, speziell zu erwähnen sind dabei 43 Nürnberger und 21 italienische Frühdrucke, bei denen es sich teilweise um Unikate handelt.

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