Briefsammlung Trew

Zusammen mit der Bibliothek des Nürnberger Stadtarztes und Naturforschers Christoph Jacob Trew (1695-1769) kam im Jahr 1818 auch seine Briefsammlung nach Erlangen. Sie enthält an die 19.000 Briefe und Briefentwürfe von 2.200 Gelehrten des 16. bis 18. Jahrhunderts. Dazu gehören Schreiben der bekannten Botaniker Leonhard Fuchs, Conrad Gesner, Carolus Clusius, Carl von Linné, der Zoologen Ulysses Aldrovandi und Maria Sybilla Merian, der Mediziner Albrecht von Haller und Hermann Boerhaave sowie der Theologen und Philologen Philipp Melanchthon und Johannes Calvin. Der älteste Brief stammt aus der Feder des Reformators Huldrych Zwingli aus dem Jahre 1524. Der jüngste Brief, ein Schreiben des englischen Arztes John Hill, wurde erst 1770, ein Jahr nach Trews Tod, abgeschickt.

Trew ließ Einzelbriefe bzw. ganze Konvolute längst verstorbener Wissenschaftler und Gelehrter für seine Sammlung ankaufen oder kam durch Tausch oder Schenkung in Besitz wichtiger Stücke. Briefe an und von Trew bilden den kleineren Teil seiner Sammlung. Wie viele Wissenschaftler seiner Zeit unterhielt er einen ausgedehnten Briefwechsel mit Kollegen in ganz Europa. Weitere Briefe gingen an Buchhändler und Sammler sowie an amtliche Stellen in Franken. Auch die Schreiben ratsuchender Kranker archivierte der bekannte Arzt.

Die Trew′sche Briefsammlung gilt als eine der bedeutendsten medizinisch-naturwissenschaftlichen Briefsammlungen des 18. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum. 1940 wurde sie erstmals durch einen gedruckten Katalog erschlossen. Im Laufe der nächsten Jahre werden alle Briefe digitalisiert und online veröffentlicht.

Übersicht der Briefe sortiert nach Verfasser:
Beurer, Johann Ambrosius
Haid, Johann Jacob
Kessel, Christoph Heinrich
Neumann, Caspar
Popowitsch, Johann Siegmund Valentin
Pott, Johann Heinrich
Stumpf, Johann Christian
Trew, Christoph Jacob

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