Forschungsdatenmanagement

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Als Forschungsdatenmanagement werden alle mit digitalen Forschungsdaten durchgeführten Aktivitäten bezeichnet (von der eigentlichen Nutzung abgesehen), insbesondere bezüglich der Sicherung und langfristigen Verfügbarkeit. Die einzelnen Schritte von der Erzeugung über die Nutzung und Analyse der Forschungsdaten, Aufbereitung, Archivierung, Veröffentlichung, Wiederverwendung und eventuell bis hin zur terminierten Löschung bilden den sogenannten Lebenszyklus der Forschungsdaten. Dieser Begriff verdeutlicht, dass die Forschungsdaten und deren Pflege während aller Phasen eines Forschungsprojektes und darüber hinaus eine Rolle spielen.

Planung der Datenerhebung, Erzeugung der Daten, Beschreibung im Entstehungskontext, Aufbereitung, Nutzung, Archivierung, Bereitstellung in geeigneter Form, Nachnutzung, planmäßige Löschung

Einige Förderorganisationen fordern bereits Forschungsdaten für bestimmte Zeiten aufzubewahren, zu veröffentlichen und nachnutzbar zu machen. Deshalb hat sich bei der Planung von Forschungsvorhaben die Erstellung von Datenmanagementplänen etabliert. In einem Datenmanagementplan dokumentieren Sie schriftlich und nachvollziehbar, wie mit den Daten umgegangen wird, um diese Anforderungen zu erfüllen und die Qualität der Forschungsdaten sicherzustellen. Dabei werden etablierte Standards und die "Regeln zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis" beachtet.

Für den Entwurf von Datenmanagementplänen stehen Ihnen mehrere Hilfswerkzeuge zur Verfügung, die auch auf den Data Life Cycle ausgerichtet sind:

  • Checkliste des WissGrid-Projekts von der Georg-August Universität Göttingen und Projektpartnern
  • DMPonline vom britischen Digital Curation Centre
    Mit DMPonline können Sie schrittweise einen auf Ihre Bedürfnisse und die Anforderungen verschiedener Fördereinrichtungen abgestimmten Datenmanagementplan erstellen. Die Nutzung ist kostenfrei. Die erstellten Pläne können in verschiedenen Formaten exportiert werden, um sie beispielsweise in Projektanträge zu integrieren.